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So funktioniert adiuto

adiuto ist eine bedarfsorientierte Plattform für lokale Hilfe. Initiativen veröffentlichen, was sie brauchen, wo und wann sie es brauchen und wie viel noch offen ist. Menschen können daraus eine konkrete Zusage machen.

Hilfe im Alltag und Krisenvorsorge​

adiuto wurde ursprünglich als Antwort auf praktische Anforderungen im Krisen- und Katastrophenmanagement entwickelt. Der Einsatz in der Berliner Hilfe 2022 zeigt das Koordinationsproblem: Bedarfe ändern sich schnell, viele Menschen möchten helfen, und die Teams müssen wissen, was zugesagt wurde und was tatsächlich angekommen ist.

Das Sammeln und Verteilen von Gütern, Sachspenden und freiwillige Arbeit sind zugleich dauerhafte Alltagsaufgaben von adiuto. Menschen finden konkrete Bedarfe, sehen Mengen und Abgabestellen und können direkt zusagen. Initiativen gewinnen damit einen Weg, passende Unterstützung zu mobilisieren, Güterverteilung und Schichten zu planen und das ganze Jahr über Zusagen und tatsächlich angekommene Hilfe zu verfolgen.

Mehr Reichweite, mehr Spenden​

adiuto kann einen starken Netzwerkeffekt entwickeln. Jede zusätzliche Initiative bringt weitere Bedarfe und Möglichkeiten zu helfen ein. Das kann mehr Spender:innen und Freiwillige anziehen, deren Beteiligung die Plattform wiederum für weitere Initiativen wertvoll macht. Auch kleine Organisationen können so eine Reichweite gewinnen, die sie allein nur schwer aufbauen könnten.

Wer eine Abgabestelle für Kleidung sucht, kann eine bisher unbekannte Initiative entdecken. Wer Zeit spenden möchte, findet eine weitere passende Aufgabe in der Nähe. Aktuelle Mengen, Standorte und eine direkte Zusagemöglichkeit erleichtern den Schritt von Interesse zu tatsächlicher Hilfe. Mehr Reichweite und leichteres Zusammenfinden können das Spendenaufkommen deutlich steigern und mehr benötigte Güter zu den Menschen bringen, die sie brauchen.

Ein aktives Netzwerk für den Krisenfall​

Regelmäßige Nutzung schafft außerdem eine Grundlage für den Krisenfall. Teams, Standorte, Unterstützende und aktuelle Bedarfe sind bereits über einen gemeinsamen Arbeitsablauf verbunden. In einer schnell wechselnden Notlage bleibt oft kaum Zeit, neue Software einzuführen, Zuständigkeiten zu klären oder ein Netzwerk aufzubauen. Eine Initiative, die adiuto bereits nutzt, kann ihre laufende Arbeit auf dringendere Bedarfe ausrichten. Die Vertrautheit mit dem Werkzeug ist ein Vorteil; aktive Beziehungen und gepflegte Informationen sind ebenso wichtig.

Bedarfe statt Angebotsbörse​

adiuto beginnt nicht mit einer allgemeinen Liste von Dingen, die Menschen loswerden möchten. Ausgangspunkt ist der konkrete Bedarf einer Initiative. Das hilft dabei, dass:

  • Spender:innen nützliche Dinge in realistischen Mengen bringen;
  • Freiwillige konkrete Tätigkeiten und verfügbare Zeiten sehen;
  • Initiativen unnötige Lieferungen vermeiden und Kapazitäten planen können;
  • alle erkennen, ob ein Bedarf noch offen ist.

Wenn gerade nichts zu deinem möglichen Beitrag passt, speichere die Suche in deiner Givelist. adiuto kann dich benachrichtigen, sobald ein passender Bedarf erscheint.

Die vier zentralen Begriffe​

Initiative​

Eine lokale Hilfsorganisation oder Gruppe mit öffentlichem Profil, Team, Standorten und Bedarfen. Neue Initiativen können geprüft werden, bevor ihre Aufgaben öffentlich sichtbar werden.

Aufgabe​

Ein konkreter Bedarf einer Initiative. Eine Aufgabe kann Sachgüter, eine Aktivität oder Personen für geplante Schichten betreffen. Sie enthält den offenen Bedarf und kann Priorität, Frist, Standort, Wiederholung und Hinweise angeben.

Mission​

Die bestätigte Zusage einer unterstützenden Person. Sie kann Sachspenden, eine Aktivität oder ausgewählte Schichten enthalten. Aufgaben an verschiedenen Abgabestellen werden zu getrennten Missionen, damit jede Übergabe ein eindeutiges Ziel hat.

Übergabe oder Check-in​

Die Bestätigung, die den Kreislauf schließt. Sachspenden werden bei der Abgabe bestätigt, meist durch Scannen des Missions-QR-Codes. Für eine gebuchte Schicht erfolgt vor Ort der Check-in; nach dem geplanten Einsatz wird sie abgeschlossen.

Was in menschlicher Verantwortung bleibt​

Initiativen entscheiden, was sie brauchen, und sind für ihre veröffentlichten Angaben verantwortlich. Unterstützende entscheiden, was sie wirklich zusagen können. Der Assistent kann suchen und Änderungen vorschlagen, aber folgenreiche Änderungen werden vor der Ausführung zur Bestätigung angezeigt.

Öffentliche und interne Bedarfe​

Die meisten aktiven Aufgaben sind öffentlich. Eine Initiative kann Aufgaben auch nur für Mitglieder veröffentlichen. Nur aktive Mitglieder dieser Initiative können sie sehen und übernehmen; in der öffentlichen Suche erscheinen sie nicht.

Kostenlose Nutzung​

Die Nutzung von adiuto ist kostenlos. Die Plattform verbindet Unterstützende und Initiativen; sie verkauft keine gespendeten Güter und verlangt keine Zahlung für Zusagen innerhalb von Missionen.